Awareness als feministisches Werkzeug
❋ Webinar im Rahmen der SommerAkademie 2020 ❋
Awarenessarbeit hat zum Ziel, eine Sensibilität und Offenheit für andere Lebensrealitäten und damit verbundene Erfahrungen zu schaffen. Grundvoraussetzung dafür ist, das Erkennen und die Infragestellung der eigenen Stereotype und Vorurteile und die Motivation, diese abzubauen.
Das bedeutet, sexistische Strukturen und Verhaltensweisen zu erkennen, einen Weg zu finden, diese zu benennen und ihnen aktiv entgegenzutreten. Sich diesen diskriminierenden Gesellschaftsstrukturen oder Verhaltensweisen bewusst zu werden, verlangt Reflexionsarbeit und ein kontinuierliches (Dazu-)Lernen. Es braucht Courage und auch Empathie sich mit der eigenen Position in der Gesellschaft und den damit verbundenen Privilegien auseinanderzusetzen und Diskriminierung zu erkennen. Auf die vermeintlichen „Mängel“ wird man in der Regel von anderen hingewiesen. Das heißt, Diskriminierung spürt man, den eigenen Privilegien muss man sich erst gewahr werden.
Neben einem ‚historischen Verweis‘ auf die Methode des Consciousness Raising und einem theoretischen Input zu Intersektionalität (Mehrfachdiskriminierung), wird anhand verschiedener Projekte („Unser Campus“, „Female Festival Task Force“) demonstriert, was Awarenessarbeit für das eigene Leben bedeutet.
Referentin: Laura Chlebos
Die Soziologin, Aktivistin und Bloggerin (Feminismus im Pott) Laura Chlebos arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Marie Jahoda Center for International Gender Studies (MaJaC) an der Ruhr-Universität Bochum. Dort koordiniert sie „Unser Campus“ – eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt an der RUB. In Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum und dem Gleichstellungsbüro der RUB entwickelte sie 2016 die Diversitykampagne „Erkenne die Grenze“, die das Ausgehen sicherer machen möchte. Laura Chlebos promoviert im Bereich der Kritischen Männlichkeitsforschung und arbeitet freiberuflich als Speakerin und Workshopleiterin.
▶ Informationen zur Teilnahme und Anmeldung:
https://hdfg.de/veranstaltungen/sommerakademie













































